Schanah Tova! Frohes Neues Jahr!


Liebe Leser unseres Blogs, es ist schon wieder ein Jahr vorbei!

Wir wünschen euch allen ein süßes, ein erfolgreiches und ein gesundes Jahr 5778!

Chatima Tova und alles Gute!

Jenny und Eliyah 

P.S.: Am Sonntag Wählen gehen nicht vergessen! Für süße vier Jahre!

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Salonkolumnisten: Alles Käse

santorini-1972883_1920-1017x682Auf Twitter machte der „Skandal“ um die per Bildbearbeitung entfernten Kreuze von Kirchen auf einer Käseverpackung einer Eigenmarke des Discounters Lidl die Runde und ich fand die Aufregung dort schon stark übertrieben. Jetzt wird es sogar in großen Tageszeitungen thematisiert, also fühlte ich mich geradezu genötigt, einen Text darüber auf dem Autorenblog Salonkolumnisten zu schreiben.

Euphemismen für soziale Medien

Wer ist sozialen Medien wie Facebook und Twitter nicht geHeikoMaasregelt werden will und der Netiquette gerecht werden möchte, sollte mit direkten Beschimpfungen sparsam sein.

Ich selbst bin in Diskussionen, etwa auf Twitter, immer bedacht, das (oft vermeintliche) Argument anzugreifen und nicht den Gegenüber selbst. Das ist meistens zielführender und entspannter. Außerdem: Wer mit Dreck um sich wirft, wird als erstes selber dreckig.

Aber sein wir ehrlich. Manchmal geht es nicht anders. Aber auch für solche Fälle gibt es Abhilfe. Hier eine Euphemismustabelle für gängige Schimpfworte.

Schimpfwort Euphemismus
Idiot Intellektuell herausgefordert
Arschloch Stuhlgangermöglicher
Trottel Intelligenzallergiker
Vollpfosten Massivklangkörper
hohl Innenraumwunder
Sexist hat Zentralorgankomplexe
Rassist Intellektuell herausgeforderter, stuhlgangermöglichender, auf Intelligenz allergischer Massivklangkörper und Innenraumwunder mit Zentralorgankomplexen
Antisemit Idiotisches Arschloch, Volltrottel und -Pfosten mit Hohlbirne und sexistischer Rassist.

Kinderfreundliche Unternehmen

Ich gebe zu, das war mein Sohn.

Ende diesen Monats enden die Sommerferien. Die Kindergärten und Schulen öffnen wieder ihre Pforten. Die Urlaubszeit ist vorbei.

Auch wir freuen uns darauf, die Kinder endlich wieder in die Obhut eines Kindergartens geben zu können. Sonst ist es schwer bis unmöglich, berufstätig zu sein.

fertrateisrael
Quelle: Google

Viele Unternehmen in Deutschland werben damit, dass sie „Kinderfreundlich“ sind. „Elternfreundlich“ ist meiner Meinung nach das richtigere Wort, denn die Eltern sind es, die im Unternehmen arbeiten, nicht die Kinder. Oder neutraler „Familienfreundlich“. Das Unternehmen, für das ich arbeite, ist so ein familienfreundliches. Und damit ist es in Israel nicht allein. Bei einer Geburtenrate von über drei Kindern pro Frau würde ansonsten kein Arbeitgeber genügend Mitarbeiter finden.

Diesen Monat sieht man viele Kinder hier in den Büros. Auch mein Sohn hat schon einen Vormittag mit mir hier verbracht. In der Cafeteria holen sich Kinder zur Zeit regelmässig Kekse und heisse Schokolade, auf den Schreibtischen liegen Gemälde auf Büropapier und die Whiteboards werden von Katzenbildern geziert.

Ausserdem organisiert das Unternehmen ein Sommercamp für wenig Geld, um den Kindergarten zu ersetzen und veranstaltet Events mit Eiscreme und Spass für die Kinder im Firmengebäude.

Niemand rümpft die Nase. Niemand ist gestört vom Kinderlärm in den Büros. Niemand beschwert sich über das Chaos, das sie manchmal hinterlassen (ausser, als mein kleinster mal alle Birnen einzeln angebissen und dann in den Korb zurückgelegt hat).

Kinder- oder Elternfreundlichkeit ist Unternehmenskultur. Und die wird nicht von Oben diktiert, sie wird von den Mitarbeitern getragen und gelebt. Kein Gesetzt schreibt sie vor. Und das ist wahrscheinlich der Unterschied zu Deutschland, wo Arbeit und Kinder als unvereinbar gelten, trotz Gesetzen und Regelungen dazu.

Meine Vorgesetzte ist Mutter von fünf Kindern. Wäre dieses Land und dieses Unternehmen nicht so elternfreundlich, wäre sie wohl Hausfrau geworden und nicht Managerin in einem börsennotieren High-Tech Unternehmen.

Zurück nach zwei Wochen Pause

Zwei Wochen waren wir im Urlaub und daher ist hier im Blog so wenig passiert. Es war schön! Wir entspannten im Nirgendwo an der Flensburger Förde.

Das Wetter war durchwachsen, aber oft heiter. Wir genossen die Abkühlung und sind selbst bei leichtem Regen gerne zum Strand Spazieren gegangen.

Mit der Fähre machten wir einen Tagesausflug nach Sønderborg und sahen unterwegs so viele Segelboote, dass es das Wort in den Wortschatz unseres Kleinsten (2) geschafft hat.

Dann verbrachten wir Zeit in Hamburg mit Familie und Freunden.

Auch einen Tagesausflug im ICE nach Berlin zu meiner Mutter und den Geschwistern war Teil der Reise.

Im Hambuger Park „Planten un Blomen“ gibt es einen Kletterbaum für Kinder und Väter.

Aber jetzt sind wir zurück! Es waren zwei wirklich schöne Wochen. Aber das Schönste am Urlaub ist immer noch das Losfahren und das Nach-Hause-Kommen. Das hat man am deutlichsten bei unserem Ältesten (5) gemerkt. Er hat sich auf beides so sehr gefreut, dass er es jedem ungefragt erzählte: „Wir fliegen morgen nach Raanana! Das ist in Israel!“

Den Sonnenuntergang in Raanana tauchte uns in das Licht, das Heimat bedeutet.

Liebe Israelkritiker!

zeitisraelkritik
Die „ZEIT“ findet: Israelkritik ist kein Antisemitismus

Liebe Israelkritiker,

ich treffe viele von euch, die meisten im sozialen Netzwerk Twitter (in anderen bin ich nicht aktiv), manche aber auch mal im echten Leben. Ihr kritisiert Israel für das, was es tut und für das was es nicht tut. Ihr habt selten Recht, manchmal aber schon. Auch ich persönlich kann die Regierung Netanyahu nicht leiden, allerdings meist aus ganz anderen Gründen als Ihr.

Aber ganz unabhängig davon, ob ihr nun Recht habt oder nicht. Eine Frage habe ich: Warum Israel? Ich meine, es gibt so viele Baustellen auf diesem Planeten, die von guten Menschen beackert werden müssen. So viele Ungerechtigkeiten auf dieser Welt. Es geht mir nicht um #whataboutism, es geht mir darum, dass jeder, der ein Thema für sich entdeckt, vor allem mit so einem Eifer und Herzblut, einen Grund dafür haben muss.

Also bitte: Warum Israel?

Und wer das irgendwie mit dem Holocaust begründet, dem ist nicht zu helfen. Das ist an Zynismus (=Menschenfeindlichkeit) nicht zu überbieten.

Über Antworten freue ich mich!

Alles Gute

Eliyah Havemann

Salonkolumnisten: Klagen um die Mauer und den Felsendom

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Die Kotel in Jerusalem

Alles dreht sich um die Kotel und den Felsendom: Das Zerwürfnis der Amerikanischen Juden mit Israel, die diplomatische Krise mit Jordanien, die Angriffe auf Synagogen in der Türkei und das Schweigen der Europäer zu dem ganzen Irrsinn. Hier mein Kommentar dazu auf dem Autorenblog „Salonkolumnisten„:

https://www.salonkolumnisten.com/klagen-um-die-mauer-und-den-felsendom/