Geschichten aus Israel. Mütter außer Haus

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Eine Israelin, eine Slowenin und eine Deutsche kommen in eine Weinbar. Das ist nicht der Anfang eines Witzes, sondern ein Abend dreier erschöpfter Mütter.

Als der Shabbat zu Ende war, und wir anfingen die Kinder bettfertig zu machen, bekam ich eine Nachricht von einer Freundin, die im selben Haus lebt. Sie fragte nur kurz: „Wine tonight?“ Die Antwort „sure“ war überflüssig. Als Mutter zweier kleinen Kinder ist es fast schon zur Selbstverständlichkeit geworden, dieses „wine tonight“. Wie neulich, als mal wieder ein Bild auf Facebook herumging: „Motherhood. Powered by love. Fueled by coffee. Sustained by wine.“ Natürlich ist es eine etwas überspitzte Darstellung, aber doch oft zutreffend.

Also riefen wir noch eine befreundete Nachbarin an und machten uns auf den Weg in die beste Weinbar der Stadt. Der Kellner war gleich interessiert, wo wir drei herkommen. Also sagte eine Freundin, sie wäre Israelin, ich gab zu aus Deutschland zu kommen und die zweite Freundin sagte, sie komme aus Slowenien. Er war offensichtlich überrascht über diese Kombination, prahlte gleich, dass er einen berühmten slowenischen Fußballer kennt und nahm unsere Bestellung entgegen.

Hauptsächlich gab es viel guten Wein und Gespräche über alle möglichen Themen. Wir sprachen über Politik, über unsere Kinder, über Männer und was sonst noch im Leben los ist. Auch über meinen anstehenden 30ten Geburtstag. AAAAAAAHHHHH!!!

Wir versuchten auch unserer slowenischen Freundin, die kein Wort Hebräisch spricht, das ursprünglich arabische Wort „Yalla“ zu erklären. Dabei machte ich ihr klar, dass es ihr sowieso niemand abnehmen würde, da sie dafür zu europäisch sei, also zurückhaltend. Für „Yalla“ braucht man Temperament. „YALLA!“ Mit diesem israelischen Temperament kommen nicht alle, die herkommen, zurecht. Dabei ist es so ehrlich. Wenn dich jemand mag, wird der- oder diejenige alles mögliche für dich tun. Wenn nicht, spürst du es jedoch deutlich. Ich finde diese Art super. So weiss man sofort, woran man ist und muss sich nicht fragen, ob etwas ernst gemeint ist oder nicht.

Zurück zu uns Müttern! Solche schönen Abende mit Freunden sind ein Muss für Eltern. Nach einer anstrengenden Woche, in der man Tag und Nacht Verantwortung hat, tut es echt gut, mal zu entspannen, was zu trinken, sich alles mögliche und unmögliche von der Seele zu reden.

Also liebe Mütter, schnappt euch Großeltern oder Ehemann als Babysitter und lasst es euch ab und zu mal gut gehen. Ich wünsche euch nur nicht, dass euch dann die Kinder um 3 Uhr Nachts wieder wecken… so wie meine.

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