Influencer – wie sie mit wirklich wichtigen Themen umgehen

Früher war es absolut nicht üblich, dass sich nicht-Politiker und nicht-Journalisten zu politischen Themen geäußert haben. Ich bin sehr froh, dass es sich geändert hat. Mittlerweile äußern sich sehr viele Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen, zu wichtigen Gesellschaftlichen Ereignissen.
Heute hörte ich die Rassismus Folge des Podcasts von Ann-Katrin Schmitz zu Ende, die ich vor etwa zwei Wochen angefangen habe.

Es ist eine wahnsinnig gute Folge zum Thema Anti-Rassismus auf Social Media. Dort erzählt der Gast, Amaliny, dass sie nach dem Mord an George Floyd und den weltweiten Protesten gegen Rassismus, Social Media Influencer im deutschsprachigen Raum angeschrieben hat und gefragt hast, ob sie etwas zu diesem Thema sagen wollen.

Ich finde, dass es schon fast Pflicht ist, sich in solchen Fällen zu äußern und sich gegen Rassismus zu positionieren, egal wie groß oder klein die Audience ist. Wenn man auch nur ein Paar Menschen mit der Message erreicht hat, ist es toll.

Aber vor allem zeigt es, wie in vielen Krisensituationen, wer Anstand hat und wem es nur ums Geld geht. Während Caro Daur ihrer Millionen-audience tagelang in den Stories auf Instagram Geschichten von BPoC gepostet hat, um auf das Thema aufmerksam zu machen, hat Pamela Reif es verweigert, sich dazu zu äußern.

Tel Aviv und Jerusalem auf Platz 6 im globalen Startup Report

Im diesjährigen Startup Genome‘s Global Startup Ecosystem Report (2020) kamen Tel Aviv&Jerusalem auf den sechsten Platz.
Außerdem stellte der Bericht fest, dass 40% der Startups weltweit durch die Folgen der Corona-Krise gelitten haben.

Auf Platz 1 ist Silicon Valley, dann folgt New York auf Platz 2, London auf Platz 3, Beijing auf Platz 4, Boston auf Platz 5.
Dann folgen Tel Aviv&Jerusalem. Insgesamt wurden 150 Städte mit ihren Startup Ökosystemen beurteilt.

Besonders stark vertretene Bereiche in Tel Aviv&Jerusalem sind AI, Big Data und Analytics und Cybersicherheit.
Jährlicher Export von israelischen Cyber Security Produkten beträgt 6,5 Milliarden Dollar.

Israel hat als erstes Land ein PhD in Cyber Security und besitzt sechs Cyber Universität-Forchungzentren. Das zeigt, wie wichtig die Einbindung der Bildungseinrichtungen in die Startup Szene ist.

Tel Aviv hat nach Silicon Valley die höchste pro Kopf Anzahl an Startups.
Auf der kommunalen Ebene unterstützt die Stadt Tel Aviv die Startups mit etlichen Accelerator Programmen und Innovation-Zentren.

In Jerusalem sind vor allem die Bereiche Bio-tech und AI besonders stark. Auch die Stadtverwaltung von Jerusalem investiert für den Ausbau des Startup Ökosystems. In den kommenden Jahren wird die Stadt 87 Millionen Dollar investieren.

6 Verkaufstrigger, die wirken

Neulich habe ich auf Instagram bei einer Bloggerin etwas zu Verkaufstriggern gelesen, die sie benutzt bzw. die bei ihr wirken. Die Transparenz ist zurzeit sehr beliebt bei Bloggern.
Ich habe die 6 Verkaufstrigger aufgeschrieben, die ich am relevantesten finde, egal ob man ein physikalisches oder digitales Produkt verkauft.

Welche Verkaufstrigger werden von Unternehmen und Selbstständigen benutzt, um mehr Kunden anzuziehen?

  1. Verknappung (nur 10 Produkte übrig)
  2. Vorteil gegenüber dem Konkurrenten (hervorheben, was man gegenüber dem Konkurenten zusätzlich anbietet)
  3. Gemeinschaft (man schafft ein Gefühl einer Gemeinschaft, du gehörst zur Adidas Familie, Influencer geben ihren Communities Namen)
  4. Vorfreude (Apple Produkte sind ein gutes Beispiel dafür. Man gibt immer nur einen Teil der Info und erhöht die Vorfreude)
  5. Zugabe (kostenlos gibt es das und das dazu)
  6. Social proof (bereits 100.000 Menschen haben dieses Produkt gekauft, Referenzen sind auch seh hilfreich)

Abschied

Es ist Zeit, auf Wiedersehen zu sagen.

Vor 4 Jahren habe ich von Null das Bildungszentrum Taka-Tuka-Land für deutschsprachige Kinder in Tel Aviv aufgebaut. Es war von Anfang bis zum Ende ein ehrenamtliches Herzensprojekt, in das ich aber viel Zeit und Energie reigesteckt habe. Da ich selbst Lehrerin war, war es für mich praktisch, so konnte ich die Lehrerin und die Managerin sein.

Mit der Zeit haben aber meine anderen Projekte an Umfang zugenommen und mir fehlte immer mehr die Zeit, das Projekt Taka-Tuka-Land, weiter zu entwickeln. Deshalb habe ich mich dazu entschlossen, dieses Projekt zu übergeben.

Die Freude, die mir die Arbeit mit den Kindern aber auch mit den Eltern gebracht hat, werde ich nicht in Worte fassen können. Es bleibt für immer ein Herzensprojekt. Ich danke den tollen Kindern und den Eltern für diese großartige Zeit.

Auch bei allen Lehrern, die in diesen vier Jahren Taka-Tuka-Land mit viel Engagement und Liebe zu den Kindern aufgebaut haben, möchte ich mich bedanken.

Bevor ich in Tränen ausbreche, möchte ich mitteilen, dass ab jetzt Anna Meier Taka-Tuka-Land übernimmt. Sie eine wundervolle Lehrerin und wird dieses Projekt weiterführen und ausbauen. Denn genau das wünsche ich mir am meisten, dass Taka-Tuka-Land weiterlebt und viele Kinder glücklich macht.

Euere Jenny Havemann.

Männerwelten sind überall

Die Ausstellung Männerwelten ist nicht nur ein extrem starkes und wichtiges Video, sondern zeigt mehrere Aspekte:

Frauen müssen besser geschützt werden, sowohl online als auch offline.

Durch die nicht erreichte Gleichberechtigung meinen einige Männer, Frauen beleidigen und belästigen zu müssen.

Es passiert nicht nur im Alltag, sondern auch im Beruf, deswegen brauchen Frauen sehr wohl „Female Empowerment“. Die Aussage, jede Frau könne alles erreichen, wenn sie es will, ist eine Illusion. Die Belästigung und das nicht ernst nehmen von Frauen ist ein Grund von vielen, warum Frauen gefördert werden müssen.

Hate Speech ist ein ernstes Problem, dass alle interessieren sollte. Bei vielen Frauen kommt noch zusätzlich Rassismus, Antisemitismus etc. hinzu.

Spionage App/Lösung aus Israel gegen Corona

Mindestens acht Cyber Firmen pitchen zurzeit den israelischen Sicherheitsbehörden ihre Lösungen für eine App, die eine Nachverfolgung von Covid-19 Infizierten ermöglichen soll.

Moment, gab es nicht bereits eine komplette Überwachung der Daten durch das Shin Bet, dem israelischen Inlandsgeheimdienst am Anfang der Corona-Krise?

Ja. Das Shin Bet kann und konnte auch früher auf die Daten der Mobilfunkanbieter zugreifen, ähnlich wie die deutschen Sicherheitsbehörden das bei den Mobilfunkanbietern in Deutschland können. Der mutmaßliche Unterschied dabei ist, dass die Daten in Israel nicht anonymisiert sind. Außerdem weisen diese Standortdaten eine Genauigkeit von 200-300 Meter auf, weil die Mobilfunkanbieter nur sehen, in welche Funkmasten sich das Telefon eingeloggt hat. Bei der Jagt auf Terrorverdächtige reicht diese Information meistens aus, doch bei Corona Infizierungen muss der Abstand zwischen den Menschen weniger als zwei Meter betragen. So genau ist nicht mal GPS.

Das muss man daher anders lösen. Die Cyber Firma Cellebrite zum Beispiel verkauft bereits an das Shin Bet und auch an diverse ausländische Sicherheitsbehörden eine Hacking Software und Hardware Lösung, die sich in das Handy eines Verdächtigen reinhackt und dann Zugang zu allen Standortdaten auf dem Handy hat, GPS, Schrittzähler, WiFi Lokalisation und mehr.

Diese bereits vorhandene Technologie will Cellebrite und die anderen Cyber Firmen in eine Corona App einbauen, die man freiwillig oder gezwungernermaßen installieren muss.

Länder aus Lateinamerika, Europa und Asien haben diese Hacking Lösungen von israelischen Cyber Firmen für den Kampf gegen Corona bereits gekauft.

Das ist ein großer Unterschied zwischen Deutschalnd und Israel. Die Lösung in Deutschland, an der ja zurzeit gearbeitet wird, wird diese Handy Daten anonymisieren, währen die App in Israel alle Daten vom Handy an das Gesundheitsministerium (und wahrscheinlich auch an das Shin Bet) unanonymisiert senden wird.

Auch wenn in Israel die Disskussion um Datenschutz nicht wirklich vorhanden ist, geht diese Lösung vielen doch zu weit und wird scharf kritisiert.

Der Präsident zu Besuch im Wohnzimmer

Diese Woche ist Yom Haatzmaut, der israelische Unabhängigkeitstag. Neben öffentlichen Veranstaltung mit feierlichen Ansprachen, ist normalerweise das ganze Land eine einzige Party. Dieses Jahr hat man für den Unabhängigkeitstag eine Ausgangssperre verhängt, um sicher zu gehen, dass es keine heimlichen Feiern gibt.

Der israelische Präsident hatte eine innovative Lösung, um seinen Bürgern ein besonderes Yom Haatzmaut Erlebnis zu schenken. Er hat zusammen mit einem Startup für Erweiterte Realität (Augmented Reality) /tetavi/ eine virtuelle Figur von sich selbst kreiert und man kann sich die feierliche Ansprache vom AR (Augmented Reality) Präsidenten Reuven Rivlin im eigenen Wohnzimmer gesprochen anhören.

Am Ende der Ansprache lädt er dazu ein, mit ihm ein Selfie zu machen.
Falls ihr es auch ausprobieren wollt, hier ist der Link dazu.
[חוגגים עצמאות עם הנשיא]

Bücher lesen während der Corona-Krise

Wenn man Abends müde auf dem Sofa sitzt und durch die Timelines der Social Media Kanäle scrollt, bekommt man das Gefühl, dass sehr viele Menschen den ganzen Tag Bücher lesen. Natürlich sind Bilder eine Momentaufnahme, aber tatsächlich zeigt eine Studie, dass das Bücher lesen während der Corona-Krise um 26% zugenommen hat. Das ist eine tolle Nachricht. Bei mir sind es wahrscheinlich eher 5%.

Neben Arbeit, Homeschooling, Home-Kindergartening und Sonstigem komme ich nicht viel dazu, zu lesen.

Trotzdem freue ich mich über die extra Paar Minuten mehr, in denen ich lesen kann.

Zurzeit lese ich dieses tolle Buch:

Schwestern der Revolution: Aktivistinnen im Kampf gegen Diktatur und Unterdrückung: Amazon.de: Bernecker, Arabelle, Glass, Susanne, Kolb, Bernd: Bücher

Es sind verschiedene Geschichten von Frauen, die friedliche Revolutionen in den letzten Jahren und Jahrzehnten in verschiedenen Ländern vorangetrieben haben.

Welches Buch lest ihr gerade?

Kreativität bei Kindern und Erwachsenen – Innovation

Zur Förderung von Innovationen ist Kreativität eines der wichtigsten Faktoren. Kreativität ist ein Muskel, den man trainieren kann der aber bei Vernachlässigung erschlafft. Das ist unabhängig vom Alter.
In Untersuchungen bei Kindern hat man festgestellt, dass die Kreativität ansteigt und mit 6 Jahren plötzlich ganz tief sinkt. Die Wissenschaftler vermuten den Zusammenhang mit dem Schulanfang. Wenn es keinen Raum für Kreativität mehr gibt, sondern alles durchstrukturiert ist, erschlafft eben die Kreativität.
Im Falle der Kinder müssen dann die Eltern den Kindern diesen Raum für Kreativität zu Hause schaffen oder durch kreative Kurse.
Im Falle der Unternehmen ist es extrem wichtig, den Mitarbeitern Raum für Kreativität zu geben, um Innovationen innerhalb des Unternehmens zu fördern.

#innovation #startups #israel #kreativität #kinder #unternehmen

Frauen sind die Verlierer der Corona-Krise

Dass Frauen systemrelevant sind und gleichzeitig schlechter bezahlt werden als ihre männlichen Kollegen, wissen wir nicht erst seit der Corona-Krise.
Allerdings stoßen Frauen auf weitere Probleme, die mit den Einschränkungen des gesellschaftlichen Lebens zurzeit einhergehen. Homeschooling und häusliche Gewalt.

 

Seit nun vier Wochen ist hier in Israel alles dicht: Schulen, Kitas, Cafés, alles was nicht lebensnotwendig ist. Kurz darauf wurde auch in Deutschland alles zugemacht. Das hatte zur Folge, dass viele Menschen ihre Jobs zeitweise oder ganz verloren haben, Unternehmen ihre Aufträge verloren haben und sich viele Menschen auf neue beruflichen Realitäten anpassen mussten. Das betrifft auch mich mit meiner Firma. Alle Aufträge für dieses Jahr sind auf Eis gelegt.

Anders sieht es jedoch bei den Menschen aus, die in den sogenannten systemrelevanten Berufen arbeiten. Dazu zählen unter Anderem medizinische Berufe und alle, die sich um die Lebensmittelversorgung kümmern. Meistens arbeiten Frauen in diesen Berufen. Diese Frauen müssen weiter arbeiten, während ihr Familien zu Hause sind. Teilweise arbeiten sie sogar mehr als vorher. Die Bezahlung in diesen Berufen, außer ÄrztInnen vielleicht, ist sehr schlecht. Die Diskussion darüber muss nach Corona weiter geführt werden.
Eine zusätzliche Belastung für Frauen ist das Homeschooling. Da in vielen Familien, vor allem mit kleinen Kindern, die Männer Vollzeit arbeiten und mehr verdienen, ziehen die Frauen den Kürzeren und übernehmen das Homeschooling. Leider ist es bei uns auch so. Mein Mann arbeitet im Hightech als Produktmanager und muss weiter den Großteil der Arbeit wie gewohnt machen, Meetings, Präsentationen usw. Ich, als Selbstständige muss mich eben um unsere drei Kinder kümmern. Meine Aufträge für dieses Jahr liegen zwar auf Eis, aber auf dem Eis möchte ich nicht liegen. 😉 Ich versuche jetzt die Projekte weiter zu machen, die ich mir schon lange vorgenommen hatte und nicht dazu gekommen bin. Ich schreibe ein Buch und bereite einen Online Kurs vor. Viel Zeit zum Arbeiten bleibt mir aber nicht. Drei Kinder rund um die Uhr zu betreuen, ist ein harter Job. Wir genießen die Zeit zu fünft wirklich sehr, einfach ist es aber nicht.

Ein letzter und wichtigster Punkt, warum Frauen die Verlierer dieser Corona-Krise sind, ist häusliche Gewalt gegen Frauen und Kinder. Die Zahlen sind bereits nach den jetzigen Berechnungen in Deutschland um mindestens 10% höher als im Vorjahr. Weltweit ist der Anstieg vermutlich noch stärker. Vor allem trifft es Frauen besonders hart in Ländern, wo häusliche Gewalt nicht mal illegal ist, wie es in Russland der Fall ist. Auch dieses Problem muss auch nach der Corona-Krise im Fokus des gesellschaftlichen Diskurses bleiben.